Fragestellungen zur Geschichte der Juden

Einen Schritt beiseite wagen

Der erweiterte Blick auf die Vielfalt der ethnischen und geographischen Ursprünge der jüdischen Gemeinschaften ebnet den Weg in die universelle Trivialität.

 

Verflossene, antike, spätantike und frühmittelalterliche Herrschafts-Gebilde auf Gebieten des heutigen (nördlichen) Iraks bzw. Kurdistans, des Jemens, Algeriens und des (südlichen) Russlands hatten phasenweise und in unterschiedlichem Ausmaß den jüdischen Monotheismus angenommen. Ausgehend von diesen Territorien, ihrem Umfeld und Ausläufern lässt sich der Fortbestand und die spätere, neu-zeitliche Entfaltung der jüdischen Gemeinschaften nachzeichnen / Die Konstituierung jüdischer Glaubensgemeinschaften in den letzten Jahrzehnten in afrikanischen Ländern südlich der Sahara folgt, wenn auch in bescheidenerem Ausmaß, dem einstigen Expansionsmodus der sukzessiven Varianten des Judentums: also der Konversion von Gruppen vielfältigster Provenienz.

Magazin "Nu", September 2019

Vom "Yiddishen Arbeiter Sport Klub" zur Résistance

Die allerersten Widerstandskämpfer in Paris kamen vornehmlich aus zwei linken jüdischen Sportvereinen. Eingeweihte nannten die Untergrundtruppe schlicht "Die Sportler".

Magazin "Nu" und Online-Magazin "Hagalil", Oktober 2019

Ausweitung der Gefahrenzone

Bisher war es islamistisch aufgeheizter Hass, der die französischen Juden bedrohte und aus Vorstädten vertrieb. Mit der Gelbwesten-Krise verbreiteten sich die Anfeindungen. Regierung, Opposition und Medien halten dagegen, aber ihr Einfluss auf jüngere Generationen schwindet.

Magazin "nu" (Ausgabe nr. 75) / April 2019

PUBLIKATIONS-HINWEIS:

Das maghrebinische Judentum in Frankreich:

Eine jüdische Erfolgsgeschichte

700.000 Juden verließen den Maghreb, wo ihre Vorfahren seit 2300 Jahren ansässig waren. In Frankreich brachten sie die größte jüdische Gemeinschaft Europas zum Erblühen.

http://www.aufbau.eu/magazine/artikel/aufbau/juni-juli-2015-81-jahrgang-ausgabe-3/971

 

IN ENGLISCHER VERSION:

A Jewish Succes Story

Seven hundred thousand Jews left the Maghreb, where their ancestors have lived for 2,300 years. In France they brought the largest Jewish community in Europe to full bloom.

http://www.aufbau.eu/magazine/artikel/aufbau/juni-juli-2015-81-jahrgang-ausgabe-3/971

Aufbau, Juni/Juli 2015

VIDEO-AUFZEICHNUNG des Vortrags und der Diskussion mit Danny Leder im Republikanischen Club in Wien:

„Die Gefährdung der Juden im Spannungsfeld der französischen Krise“

http://youtu.be/k8MlizCQ7nM

Die Veranstaltung wurde von Georg Schütz (von Zige-TV) aufgezeichnet.

24.2.2015

Fromme Fluchten

In Frankreich lebten Juden und Muslime so eng zusammen wie kaum sonst in Europa. Das ist vorbei.

Süddeutsche Zeitung, 16.1.2015

ESSAY:

Nach der antijüdischen Welle vom Sommer

Durcheinander an der Seine

Dem brachialen Judenhass eines Teils der muslimischen Jugend und der Normalisierungsstrategie von Marine Le Pen hält das ursprüngliche Koordinatensystem der französischen Zivilgesellschaft nur schwer stand. Innerhalb des "jüdischen Milieus", im weitesten Sinn des Wortes, hat sich eine Neugewichtung der Strömungen vollzogen. Gleichzeitig hat sich die Wahrnehmung "der Juden" und ihres Verhältnisses zu den so genannten "sichtbaren Minderheiten" (Franko-Maghrebiner, Franko-Afrikaner und Franko-Kariber) bei einem Teil der französischen Öffentlichkeit spürbar verändert.

Erschienen in "Das Jüdische Echo" und auf www.hagalil.com, Oktober 2014.

Zweck und Vergänglichkeit der Stämme

Durch welche sozialhistorischen Prozesse die postulierten und phantasierten tribal-familiären Konturen des "jüdischen Volks" teilweise Realität wurden.

Oktober 1993, "Das jüdische Echo".

Österreich, Israel, Palästina - im Verhängnis konträrer Erinnerungskulturen

  - Mentale Hygiene und österreichisches Brauchtum.
  - Zwangsverpflichtete Nachlaßverwalter der ausgelöschten Familien.
  - Selbstwertgefühl durch Tel Aviver Fußball- und Sharon-Fans.
  - Israel als Schnittstelle im globalen Wettstreit der Leidensgeschichten.
  - Verstoß gegen geopolitische Wahrscheinlichkeitsregeln.

Oktober 2002, "Das jüdische Echo"

Altneuer Judenhass in Frankreichs Vorstädten

Die gefährliche "Weltanschauung" eines Teils der Migrantenjugend

Dezember 2006, "Hagalil".

  • Die Ermordung des Ilan Halimi.
  • Holocaust-Gedenken statt Aufarbeitung von Kolonialismus und Sklaverei.
  • Der "Komiker" Dieudonné.
  • Dieudonné schwenkt zu Le Pen, Hooligans funken dazwischen.
  • Juden in Migrantenvierteln: eine Minderheit in der Minderheit.
  • Die Vorgeschichte im Maghreb: eine Geschichte der Gegensätze.
  • Europas expandierende Mächte weckten Emanzipationshoffnungen - eine Parallel zwischen den Juden Nordafrikas und Osteuropas.

ZUGANG ZUM TEXT.

Auf dem Weg ins globalisierte Abseits?

Oktober 2003, "Das jüdische Echo".

  • In Schulhöfen gedemütigt, aus Sozialbauten vertrieben, vor Synagogen bedroht.
  • Neo-Hassidismus und islamischer Rigorismus.
  • Die Einsamkeit der orthodoxielosen Juden.
  • Globaler Hofjudenstatus?

    ZUGANG ZUM TEXT.

Die unheimliche Quadratur

Juden, Moslems, Resonanz des Nahostkonflikts und Jugendgewalt in Frankreich

Oktober 2001, "Das jüdische Echo"