Fragestellungen zur Geschichte der Juden

Einen Schritt beiseite wagen

Der erweiterte Blick auf die Vielfalt der ethnischen und geographischen Ursprünge der jüdischen Gemeinschaften ebnet den Weg in die universelle Trivialität.

 

Verflossene, antike, spätantike und frühmittelalterliche Herrschafts-Gebilde auf Gebieten des heutigen (nördlichen) Iraks bzw. Kurdistans, des Jemens, Algeriens und des (südlichen) Russlands hatten phasenweise und in unterschiedlichem Ausmaß den jüdischen Monotheismus angenommen. Ausgehend von diesen Territorien, ihrem Umfeld und Ausläufern lässt sich der Fortbestand und die spätere, neu-zeitliche Entfaltung der jüdischen Gemeinschaften nachzeichnen / Die Konstituierung jüdischer Glaubensgemeinschaften in den letzten Jahrzehnten in afrikanischen Ländern südlich der Sahara folgt, wenn auch in bescheidenerem Ausmaß, dem einstigen Expansionsmodus der sukzessiven Varianten des Judentums: also der Konversion von Gruppen vielfältigster Provenienz.

Magazin "Nu", September 2019

Zweck und Vergänglichkeit der Stämme

Durch welche sozialhistorischen Prozesse die postulierten und phantasierten tribal-familiären Konturen des "jüdischen Volks" teilweise Realität wurden.

Oktober 1993, "Das jüdische Echo".

Österreich, Israel, Palästina - im Verhängnis konträrer Erinnerungskulturen

  - Mentale Hygiene und österreichisches Brauchtum.
  - Zwangsverpflichtete Nachlaßverwalter der ausgelöschten Familien.
  - Selbstwertgefühl durch Tel Aviver Fußball- und Sharon-Fans.
  - Israel als Schnittstelle im globalen Wettstreit der Leidensgeschichten.
  - Verstoß gegen geopolitische Wahrscheinlichkeitsregeln.

Oktober 2002, "Das jüdische Echo"